Ökotrophologie Studium an der JLU Gießen – FAQ

Ökotrophologie Studium JLU Gießen

Ökotrophologie Studium an der JLU Gießen – FAQ

Ökotrophologie studieren – FAQ

 

Diese Frage stellen sich viele, die in Zukunft an ein Studium denken. Und einige, die sich für Ernährung interessieren, haben dabei bestimmt schon mal an Ökotrophologie und / oder Ernährungswissenschaften gedacht. Da Jan und ich Ökotrophologie an der JLU Gießen studieren, bekommen wir natürlich viele viele Fragen dazu und deshalb schreibe ich diesen Beitrag. Um möglichst alle Dinge zu klären, die euch interessieren.

Vor ab ist eins sehr sehr wichtig: Die Fragen und Antworten bzgl. dem Schwierigkeitsgrad von bestimmten Modulen ist subjektiv und kann von jedem anders beurteilt werden. Verlasst euch nicht immer auf die Informationen diesbezüglich auf eure Kommilitonen.

  1. Ich hatte ewig kein Chemie mehr. Ist es trotzdem machbar?

    Mit Nachhilfe allemal. Ohne wird es schwer, jedoch mit entsprechendem Einsatz auf jeden Fall machbar. Wir sind beides Chemie-Nieten und haben mit Nachhilfe im ersten Versuch bestanden.

  2. Inwiefern kommt vegane Ernährung vor?

    Nur wenig. Das Studium ist sehr allgemein (was auch wichtig und gut ist) und befasst sich nur sehr am Rande mit Veganismus. Der Ton ist hier weder besonders positiv, noch negativ, sondern recht neutral.

  3. Welchen NC brauche ich für das Studium?

    Der NC ändert sich von Jahr zu Jahr. Eine Liste findest du auf der Seite der Uni Gießen.

  4. Studienkosten

    Für die Erstsemestereinschreibung fällt ein Betrag von ca. 290 € an. Darin enthalten ist u.a. ein Semesterticket für die RMV Betriebe, mit welchem ihr kostenlos in ganz Hessen mit dem ÖPNV fahren könnt. In den weiteren Semestern ist der Beitrag bei ca. 275 €.

  5. Welche Berufe kann ich nach dem Ökotrophologie Studium ausüben?

    Die Berufszweige sind super vielfältig. Hier ein paar Ideen:
    – Ernährungsberatung
    – Gemeinschaftsverpflegung (Mensa, Kita, Seniorenheime etc.)
    – Wirtschaftliche Institute
    – Unternehmensberatung
    – Pharmaindustrie (z.B. Nahrungsergänzungsmittel)

    Durch die verschiedenen Profilmodule (Link dazu in der nächsten Frage) könnt ihr euch während des Studiums spezialisieren.

  6. Welche Module gibt es bei Ökotrophologie?

    Das Studium besteht insgesamt aus 30 Modulen, davon sind 15 Kernmodule und 15 Profilmodule. Kernmodule sind vorgegeben und müssen belegt werden. Die Liste zu den Kernmodulen findet ihr hier.
    Die Profilmodule könnt ihr allerdings frei aus einer Liste von fast 100 Modulen wählen. Die Liste zu den Profilmodulen findet ihr hier.

  7. Wie bekomme ich das DGE Zertifikat?

    Ihr habt die Möglichkeit nach dem Studium ein Zertifikat von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) zu erlangen. Dafür müsst ihr gewisse Module belegen, eine Übersicht findet ihr hier. Damit habt ihr dann später als Ernährungsberater die Möglichkeit über Krankenkassen abzurechen.

  8. Was ist der Unterschied zwischen Ökotrophologie & Ernährungswissenschaften?

    Ökotrophologie sind Haushalts- und Ernährungswissenschaften. In den reinen Ernährungswissenschaften liegt der Fokus auf den Naturwissenschaften. Empfehlenswert für alle, die später in den Bereich Laborarbeit oder Wissenschaft gehen möchte. Ökotrophologie beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, auch mit den wirtschaftlichen Aspekten und ist nicht sehr stark auf die Naturwissenschaften konzentriert.

  9. Muss ich einen Master machen nach dem Bachelor der Ökotrophologie?

    Ein Master bringt oft den Vorteil, dass die Position und das Einstiegsgehalt höher ist. Allerdings muss hier beachtet werden, dass Bachelor Absolventen bereits zwei Jahre länger arbeiten konnten. Das muss hier jeder für sich entscheiden und abhängig machen von den Vorstellungen, die ihr habt. Es ist aber empfehlenswert den Master ziemlich direkt im Anschluss zu machen oder ggf. zwischen Bachelor und Master ein Praktikum oder Teilzeit Job zu machen.

  10. Gibt es die Möglichkeit Module zu tauschen oder zu schieben?

    Ja. Wir haben z.B. im ersten Semester das Modul Chemie ins dritte Semester geschoben. Pro Semester gibt es 5 Module, die vorgegeben sind, aber auch getauscht oder geschoben werden können, je nachdem verlängert sich aber ggf. die Studiendauer.
    Ihr könnt auch bspw. ein Modul aus dem zweiten mit einem aus dem vierten Semester tauschen (Wir haben z.B. Public Health Nutrition mit Biochemie getauscht). Hier könnt ihr fast alles individuell anpassen. Allerdings solltet ihr darauf achten, dass ihr bei den Modulen schaut, ob nicht eventuell ein anderes Modul Voraussetzung ist.

  11. Welche Profilmodule habt ihr schon belegt?

    Unsere bisherigen Profilmodule sind:
    – Biostatistik
    – Investition, Finanzierung und Controlling
    – Physik
    – Professionelles Kommunizieren und Präsentieren
    – Marketing in der Ernährungs- und Agrarwirtschaft
    – Ernährungsalltag in Medien
    – Alltagsmanagement privater Haushalte
    – Kommunikation verstehen und gestalten
    – Berufspraktikum (zählt zwei Module)

    Und diese werden noch kommen:
    – Altersspezifische Ernährung
    – Ressourcennutzung, Umweltschutz & -politik
    – Grundlagen der sozialwissenschaftlichen Ernährungs-, Agrar- und Umweltforschung

  12. Welche Module könnt ihr empfehlen?

    Zunächst mal können wir euch definitiv das Berufspraktikum empfehlen. Dafür müsst ihr neun Wochen in einem anerkannten Betrieb arbeiten und anschließend den Praktikumsbericht schreiben. Wir können es nicht nur aufgrund der praktischen Erfahrung in der Arbeitswelt empfehlen, sondern viel mehr wegen dem wissenschaftlichen Arbeiten. Spätestens bei der Bachelor Thesis seid ihr dazu gezwungen und da kann der Bericht wirklich super hilfreich sein!

    Die Module Ernährungsalltag in Medien, Kommunikation verstehen und gestalten und Professionelles Kommunizieren und Präsentieren! Es besteht zwar Anwesenheitspflicht, aber man bekommt super viele Erkenntnisse, auch was die Präsentation betrifft. In allen Modulen müssen mehrere Referate gehalten werden und es wird in Gruppen gearbeitet.

    Marketing, Investition und Alltagsmangement ist interessant, wenn es u.a. um Geldmanagement geht, die Marketing Industrie, Finanzierung von Unternehmen usw. Hier muss allerdings auch gerechnet werden, falls ihr da keine Lust drauf habt ;).

    Im ersten Semester gibt es das Kernmodul Mathematik und Statistik. Im dritten Semester haben wir dann das Profilmodul Biostatistik gewählt. Es wird mit dem Programm „R“ gerechnet und programmiert. Der Vorteil ist, dass hier keine Klausur geschrieben werden muss. Allerdings müsst ihr jede 1 bis 2 Wochen eine Hausarbeit abgeben, die es wirklich in sich hat.

 

So ihr Lieben, wir hoffen dass wir die wichtigsten Fragen soweit klären konnten. Wenn ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr auf jeden Fall die Studierenden-Hotline „Call Justus“ anrufen. Dort sitzen kompetente Mitarbeiter oder Studenten, die euch helfen können.

Wenn ihr nach Gießen zieht und Tipps bzgl. Wohnen, Essen o.ä. habt, könnt ihr uns gerne eine Mail an semperveganis@gmail.com schreiben.

Euch noch einen schönen Tag und viel Erfolg auf eurem Weg!

Ganz liebe Grüße,
Laura und Jan

Laura Merten
laura.merten27@gmail.com

Vegan Kochen und Backen, das sind Laura's Leidenschaften. Diese hat sie in "So schmeckt vegan" mit Tipps und Tricks rund um die vegane Ernährung vereint.

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